Vegane Schuhe finden

Wir wissen, wie schwer es ist die passenden veganen Schuhe zu finden, deswegen haben wir diese Plattform ins Leben gerufen. Die Schuhe auf dieser Website sind zu 100% vegan - das bedeutet, dass keine Materialien tierischer Herkunft verwendet wurden, und kein Tier fĂŒr das Produkt ausgebeutet wurde. Um das sicherzustellen, haben wir die Hersteller der Schuhe gefragt, oder aus der Produktbeschreibung ging hervor, dass der Schuh definitiv vegan ist. Hilfreiche Ratgeber, Tipps und News zum Thema vegane Schuhe, runden das Angebot auf dieser Platfform ab.

Was sind vegane Schuhe?

Um zu erklÀren was vegane Schuhe sind, muss man zumindest kurz das Thema Veganismus anschneiden. Beim Veganismus geht es darum so gut wie möglich nicht am Leid von Tieren beizutragen. Die meisten Leute verbinden mit dem Veganismus den Verzicht auf tierische Lebensmittel. Es ist aber unschwer zu erkennen, dass auch viele andere Produkte am Markt oft tierischer Herkunft sind - wie zum Beispiel Schuhe. Vegane Schuhe sind also Schuhe, die keine tierischen Materialien (z.B. Leder oder Wolle) beinhalten, und bei denen auch im Herstellungsprozess keine Hilfsmittel tierischer Herkunft verwendet wurden.

Warum vegane Schuhe?

Die Frage sollte eher lauten, warum nicht vegane Schuhe? Es gibt mittlerweile robustere, nachhaltigere und tierfreundlichere Materialien als Leder und Co. Wieso sollte man also immer noch Schuhe aus Materialien tierischer Herkunft kaufen, wenn man genauso gut, aus vielerlei Hinsicht, bessere Schuhe haben kann?

Auf was muss ich achten?

Man sollte darauf achten, dass der Hersteller selbst angibt, dass die Schuhe vegan sind, oder noch besser, dass der Schuh von einer veganen Zertifizierungsstelle (z.B. V-Label, Vegane Blume) geprĂŒft wurde. Wenn der Hersteller nicht weiß ob die Schuhe vegan sind, oder man den Hersteller nicht fragen möchte, dann kann man versuchen die verwendeten Materialien anhand der Materialkennzeichnungssymbole zu erkennen. Wenn man zu 100% sichergehen will, dass ein Schuh vegan ist, dann sollte man sich darauf aber nicht verlassen, da immer noch tierische Kleber enthalten sein können, oder der Hersteller möglicherweise Tierversuche mit dem Produkt durchfĂŒhrt.

Keine Sorge - Wir haben euch die Arbeit abgenommen und viele Schuhhersteller gefragt, ob und welche veganen Schuhe sie anbieten. Wir veröffentlichen hier nur Schuhe, von denen wir wissen, dass Sie vegan sind.

Welche Inhaltsstoffe in Schuhen sind nicht vegan?

Ein paar vegane Schuhe
Ein paar vegane Schuhe | © mrsiraphol / Freepik
Oftmals sind es leider Kriterien, die von außen nicht erkennbar sind, deswegen ist es wichtig, dass man zertifizierte Schuhe kauft oder Schuhe, wo der Hersteller zumindest selbst angibt, dass die Schuhe vegan sind. Nachstehend ist eine Liste von Materialien aufgrund dessen Schuhe nicht vegan sein könnten:

  • Leder
  • Wolleg-list-pro-con
  • Filz
  • Kleber mit tierischen Inhaltsstoffen (Knochen, Haut, Kasein)
  • Bienenwachs (gewachste Schuhe)
  • Knöpfe aus Horn
  • Pelz
  • Seide

Aus welchen Materialien sind vegane Schuhe?

Der KreativitÀt sind hier kaum Grenzen gesetzt. Es gibt aber dennoch einige Materialien die man bei veganen Schuhe immer wieder findet:

  • Baumwolle
  • Kork
  • Holz
  • Leinen
  • Hanf
  • Kautschuk
  • Kunststoffe (Synthetik-Materialien, Fake-Leder)

Warum gibt es nicht mehr vegane Schuhe?

Die meisten Schuhe sind deswegen nicht vegan, weil wir den Herstellern bis jetzt keinen Grund gegeben haben sich zu verĂ€ndern. Die Hersteller ruhen sich gerne auf jahrelangen Erfahrungen und Gewohnheiten aus. Dabei verlassen sie sich auf Materialien wie Leder und Wolle. Wir vergessen aber gerne, dass es sich dabei um die HĂ€ute, Behaarung etc. von Tieren handelt. Viele Menschen glauben, dass es sich bei den verwendeten Materialien um Abfallprodukte aus der tierischen Nahrungsmittelindustrie im eigenen Land handelt – das Gegenteil ist aber oft der Fall. Es werden auch Tiere extra fĂŒr Kleidung und Schuhe gezĂŒchtet! Tiere die Schmerzen fĂŒhlen und gegen ihren Willen getötet werden. In unseren Köpfen ist verankert, dass es in Ordnung ist andere Lebewesen fĂŒr unseren Vorteil zu „nutzen“, obwohl dies gar nicht notwendig ist. Viele Hersteller haben das schon erkannt und entwickeln neue Materialien, die strapazierfĂ€higer, nachhaltiger und ohne tierische Inhaltsstoffe sind. Wir bitten alle darum vegane Schuhe in Betracht zu ziehen, auch wenn man selbst nicht vegan ist. Jeder noch so kleine Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Auswahl an veganen Schuhen verbessern

Sehr effektiv ist es, die Hersteller zu kontaktieren und nachzufragen, ob sie denn vegane Schuhe im Sortiment haben. Eine weitere Möglichkeit ist natĂŒrlich vegane Schuhen zu kaufen, vielleicht nicht nur fĂŒr sich selbst, sondern auch als Geschenk fĂŒr andere.

Bedeutet vegan automatisch auch Fairtrade?

Nein. Vegan bedeutet ausschließlich, dass fĂŒr das Produkt keine Tiere ausgebeutet wurden. Es sagt nichts ĂŒber die sozialen, ökologischen oder gesundheitlichen Aspekte des Produkts aus. Wenn man sichergehen will, dass auch keine Menschen im Zuge der Herstellung des Produkts unfair behandelt wurden, dann sollte man auch darauf achten, dass das Produkt Fairtrade zertifiziert ist. Ein Anhaltspunkt dafĂŒr ist auch die Herkunft der verwendeten Materialien und das Land in dem das Produkt produziert wurde.

Regeln um den Begriff vegan

Der Begriff vegan ist weder geschĂŒtzt noch auf irgendeine Weise auf gesetzlicher Ebene geregelt - weder national noch europaweit oder weltweit. Das verdeutlicht nur wieder die Wichtigkeit von veganen Zertifizierungsstellen, die nicht nur fĂŒr Lebensmittel, sondern auch fĂŒr andere Produkte, wie vegane Schuhe, Zertifikate ausstellen.

Vegan zertifizierte Schuhe

Es gibt ein paar Hersteller die ihre Produkte zertifizieren lassen. Vorerst sind es meist kleine Hersteller, die sich auf vegane, nachhaltige und fair produzierte Schuhe und/oder Kleidung spezialisiert haben. Die Nachfrage nach veganen Produkten steigt aber stetig – deswegen ist zu hoffen, dass auch grĂ¶ĂŸere Hersteller bald umdenken, und Produkte zertifizieren lassen.

Nachhaltige Schuhe

Nachhaltig ist ein Schuh dann, wenn er so hergestellt wurde, dass er die Umwelt so wenig wie möglich belastet. Dazu zĂ€hlt die Beschaffung der Ressourcen, die Verarbeitung, der Transportweg und die Recyclebarkeit des Schuhs. NatĂŒrlich ist es als Endkunde oft unmöglich all diese Dinge herauszufinden. Es gibt jedoch trotzdem ein paar Indizien, die man beim Kauf berĂŒcksichtigen kann:

  • Materialien: Naturmaterialien (Baumwolle, Kork, Holz, Leinen, Hanf, Kautschuk, usw.) sind Kunststoffen vorzuziehen, da Kunststoffe ĂŒberwiegend aus Erdöl hergestellt werden. Wenn es Schuhe aus Kunststoff sein sollen, dann sollte man welche aus recyceltem Kunststoff bevorzugen.
  • Transportwege: Die Herkunft der Materialien und das Herstellungsland sollten möglichst nahe beim Kaufort sein. Bei Bestellungen online, sollte man Überseetransporte meiden.
  • Vegane Schuhe statt Lederschuhe: Gerbereien verwenden oft fĂŒr die Umwelt stark belastende Chemikalien. Die Produktion von Leder erfordert große Mengen an Wasser. Bis ein Tier geschlachtet werden kann, bedeutet es eine Belastung fĂŒr die Umwelt. Leder ist oftmals von Tieren die extra dafĂŒr gezĂŒchtet werden, und nicht wie so oft geglaubt ein Abfallprodukt aus der Nahrungsmittelindustrie.

Um die Nachhaltigkeit weiter zu steigern kann man auch folg. Maßnahmen setzen:

  • Schuhe die man nicht mehr trĂ€gt, aber die noch in Ordnung sind verschenken oder spenden
  • Gebrauchte vegane Schuhe kaufen
  • Schuhe in unzumutbarem Zustand im RestmĂŒll entsorgen

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Keine tierischen Bestandteile - bedeutet fĂŒr das Produkt wurde kein Tier getötet oder ausgebeutet
  • Keine Tierversuche mit dem Produkt
  • Vegane Schuhe oft auch nachhaltig (Naturkautschuk, Bio-Baumwolle, Kork, recycelte Materialien)
  • Man wirbt nicht indirekt fĂŒr Produkte, die mit dem Leid und/oder Tod von Tieren im Zusammenhang stehen

Nachteile

  • Vegan zertifizierte Schuhe womöglich teurer
  • Der Begriff vegan ist kein geschĂŒtzter/gesetzlich geregelter Begriff, Hersteller könnten das theoretisch ausnutzen